Am 30. September 2018 trafen die Kunstturnerinnen aus den verschiedenen Kantonen in Schaffhausen an den Schweizer Meisterschaften Kunstturnen Mannschaften (SMM) aufeinander. Erstmals überhaupt war auch bei den Frauen ein Schaffhauser Team am Start. Der überlegene Sieg ging an das Team aus dem Tessin um das Aushängeschild Ilaria Käslin.

Am vergangenen Sonntag standen an den SMM die Frauenwettkämpfe an. Die Turnerinnen vom TZ Neuhausen starteten mit einem jungen Team, welches sich aus P4- Turnerinnen zusammensetzte und sie schnupperten erstmals überhaupt in der Vereinsgeschichte SMM-Luft. Auch die Kunstturnerinnen beklagten im Vorfeld Verletzungspech und konnten teilweise erst am Freitag vor dem Wettkampf wieder ihre Originalübungen zeigen. Am Startgerät Boden und am Sprung zeigten Gianna Verrilli, Celia Rapold sowie die Zwillingsschwestern Leonie und Lorena Setz ansprechende Leistungen und zur Hälfte des Wettkampfes lag das Team von Cheftrainer Karlheinz Jockel gar auf dem 3. Platz. Am Stufenbarren zeigten sich aber die Nerven und entsprechend gab es viele Fehler und Stürze. Auch wenn die letzten vier Übungen am Balken insgesamt wieder besser gelangen, kam das junge Schaffhauser Team schlussendlich nicht über den 8. Rang in der Nationalliga C hinaus. Den Sieg in der dritthöchsten Kategorie und damit den Aufstieg sicherte sich das Team Zürich 2. In der Nationalliga B siegte die Mannschaft Aargau 2. Nicht am Start, dafür in der Halle anzutreffen war auch der Schweizer Turnstar schlechthin, Giulia Steingruber, die an ihrem Comeback arbeitet. Sie unterstützte das St. Galler Team, das in der zweithöchsten Liga den 5. Rang belegte.

Hochstehende Übungen zeigten die Spitzenathletinnen in der Nationalliga A. Die Augen waren auf die Turnerinnen gerichtet, welche vom Schweizerischen Turnverband für die bevorstehende WM nominiert waren und die SMM als einen der letzten Formtests nutzten. Das Team aus dem Tessin mit Ilaria Käslin und Caterina Barloggio holte sich den Titel mit einer beeindruckenden Stabilität vor den Turnerinnen aus dem Aargau, die auf die Dienste von Anina Wildi zählen konnten und vor Zürich I, wo Stefanie Siegenthaler im Einsatz stand. Gerade bei den Aargauerinnen gab es Licht und Schatten und einige Fehler, die im Hinblick auf die WM noch ausgemerzt werden sollten. Das höchste Gesamttotal erzielte mit 52.60 Punkten dann auch Ilaria Käslin. So sicherte sich das Tessiner Frauenteam den sechsten Titel in Serie und liess sich in der Breitehalle feiern.

Das OK um Präsident Hannes Germann und den Vereinspräsidenten Peter Wanner konnte nach dem Anlass ein durchwegs positives Fazit ziehen. Die Wettkämpfe verliefen stimmungsvoll, unfallfrei und gerade in den höchsten Ligen vor allem auch auf sehr hohem sportlichem Niveau. Rund 100 Helfer sorgten dafür, dass sich der Magnesia- Sport auch an den SMM 2018 im besten Licht präsentieren konnte.